Dienstag, 16. Juni 2020

Was ist los mit der Demokratie?

“Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind.” (Winston Churchill)
Stimmt das?

Philipp Amthor sorgt für heftige Diskussionen. Amthor engagiert sich in einem New Yorker Unternehmen und schlägt selbst Profite daraus. Ein Vorfall, der die Parteiverdrossenheit innerhalb Deutschlands unterstützt. Fälle von Ämterpatronage, Finanzskandalen und Oligarchie in der innerparteilichen Demokratie sorgen für die Annahme der Bürger, dass Parteien und ihre Führungseliten ohne Skrupel zur persönlichen Vorteilnahme und zugunsten der eigenen Klientel handelten. Intransparente Absprachen über zu besetzende Ämter in Politik, Wirtschaft und den öffentlichen Dienst und selbst beschlossene Steigerungen der finanziellen und materiellen Zuwendungen an Politiker lassen den Staat für die Bürger wie eine unerschöpfliche Einnahmequelle für Parteien und Politiker erscheinen und nicht etwa als Bindeglied zwischen Staat und Volk.
Der Verdruss auf einzelne Politiker (z.B. Amthor) leitet sich dann auf die gesamte Partei ab.
Die Parteiensysteme wirken wie eingefroren, inzwischen haben autoritäre Populisten überall auf der Welt Zulauf. Die AfD ist in allen 16 Landtagen und mittlerweile sogar im Bundestag vertreten. Wie geht man mit der Herausforderung des Populismus um? Die öffentliche Meinung wird zunehmend polarisiert, wodurch der Graubereich eines politischen Kompromiss weiter schwindet. Dadurch entstehen immer gefestigtere, unflexible Positionen, welche sich gegenseitig ausschließen und einen Dialog weitesgehend verhindern.
Das populistische Versprechen, es könne einen Ausweg geben aus der Komplexität und Diversität der Gegenwart, findet gleichwohl zunehmend Anhänger. Diese Anhänger lassen sich nicht wie zu vermuten nahe liegt angehäuft im rechten politischen Spektrum finden, sondern besonders innerhalb der bürgerlichen Mitte. Es entwickeln sich also zunehmend Spaltungstendenzen in der Gesellschaft, die zeitgleich den Erhalt der Demokratie gefährden.
Woher kommt diese Spaltung? Deutschland erlebt innerhalb der letzten Jahre einen Wohlstandsgewinn, sinkende Arbeitslosenquoten sowie ein starkes Wirtschaftswachstum. Das hört sich doch gut an, oder nicht? Was diese Beobachten nicht zeigen ist, dass ein Teil der Bevölkerung davon ausgeschlossen bleibt. Die unteren Einkommen sind kaum gestiegen, der Niedriglohnsektor ist weiter expandiert und in den wirtschaftlich wachsenden Metropolen wird der Wohnraum knapp. Dadurch ist für einkommensschwächere Bevölkerungsteile der freie Wohnungsmarkt weitgehend unbezahlbar geworden. Zu den Schattenseiten zählt auch die regionale Disparität im Land: Während einige Regionen boomen, fallen andere weiter zurück.
Durch den föderalen Staatsaufbau der Bundesrepublik und die Kompetenzverteilung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden wird das Nachvollziehen politischer Entscheidungen und der jeweiligen Handlungsebene erschwert. Die Reaktion der gänzlichen Abweisung und des Vertrauensverlusts wirkt dadurch verständlicher.
Zudem erschwert die zunehmende Individualisierung die dauerhafte Bindung zwischen Wähler und Partei. Damit verbunden ist auch ein häufigerer Wechsel der Beweggründe, die eine oder andere Partei zu wählen. Die Hinwendung der Parteien zu neu entstandenen Wählergruppen führt zu einer Verdrossenheit der traditionellen Wählerschaft aufgrund von angepassten oder sich verändernden parteilichen Zielen und Werten, während sich die neuen postmaterialistischen Wählerschichten (meist Jugendliche) nicht genug von den Parteien beachtet fühlen. So versuchen die Parteien eine Mittelposition zwischen den beiden Gruppen einzunehmen, die allerdings Verdrossenheit bei Teilen der Stammwähler hervorbringt und die Unzufriedenheit auf Seiten neuer Wählergruppen nicht vollständig auflösen kann. Die Parteien werden für Außenstehende austauschbar: Klar zuordbare Positionierungen werden seltener. Eine klare Position auf dem rechts-links Spektrum vieler Parteien wird schwieriger, welches die innerparteiliche Aufspaltung in Flügel bzw. Zersplitterung zusätzlich unterstützt. Eine Alternative bilden NGO´s und Verbände, die vermehrt Zuspruch gewinnen. So engagieren sich vor allem Heranwachsende in eben diesen, da sie hier ihrem spezifischen Interesse bezüglich eines Themas eher und gezielter nachgehen können (vgl. Fridays For Future).

Es gilt also Sachfragen zu lösen beziehungsweise in Angriff zu nehmen, die populistische und nicht populistische Positionen vertreten. Das sind laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung meist sozialpolitische und überraschenderweise pro-europäische Themen. Die Politik muss sich mit Konfliktbereichen intensiv beschäftigen, die die Gesellschaft spaltet: die Klimakrise, Integration, Flüchtlingspolitik und der Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt. Eine öffentliche Debatte sollte dabei gefördert werden, bürgerliche Teilhabe gefordert sein, um das Vertrauen und Interesse in die Politik zurück zu gewinnen. Die Politik muss eine klare Sprache sprechen, die soziale Gerechtigkeit fördern und die kommunale Ebene muss mit mehr Ressourcen und Regelungsfreiheit ausgestattet werden. Letzteres lässt sich dadurch begründen, dass die Kommunen die Orte der Selbstwirksamkeit definieren, in denen das Vertrauen in lokale politische Institutionen grundsätzlich höher ist. Die Demokratie ist ein Staatssystem, welches auf dem Vertrauen und der aktiven Mitgestaltung der Bürger*innen basiert und lebt. Skandale von einzelnen Personen dürfen keine Grundlage für Pauschalurteile bilden und populistische Positionen mit "einfachen" Erklärungen nicht ohne Reflexion und Hinterfragung angenommen werden.
Ich, als eine Bürgerin die mit der Demokratie großgeworden ist, appelliere an politisches Engagement, Diskussion und Reflexion. Nur durch den allgemeinen Austausch und Flexibilität erreichen wir eine grundlegende Zufriedenheit und einen gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Danke fürs Lesen  :)

Dienstag, 9. Juni 2020

Weiß sein

Ich bin weiß. Jenes Merkmal verschafft mir eine Sonderrolle in dieser von ethnischen Merkmalen dominierten Gesellschaft. White supremacy. Woher kommt dieses Denken?
Ein kurzes Szenario aus dem Alltag: an einer Werbetafel ein Bild eines farbigen kleinen Mädchens und der Aufforderung Pate zu werden. Eine Meldung auf „Spiegel Online“ über den Potsdamer Ermyas Mulugeta, der von zwei Unbekannten lebensgefährlich verprügelt wurde, heißt es, das „äthiopischstämmige“ Opfer sei „mit zwei Deutschen in Händel geraten“. Diese Situationen verbindet die gleiche, abstrakt scheinende Denkfigur: Die Figur des Weißen. Weißsein als unsichtbarer Maßstab stellt das Nicht-Weiße als Abweichung und minderwertige Abstufung dar. Dies passiert oft unbewusst, ja sogar in einem antirassistischen Kontext. Pate werden, helfen, die Welt verbessern, teilen, Nächstenliebe. Das ist lobenswert und auch wünschenswert aber davon losgelöst ist nicht das Handeln des Weißen als der Protagonist der "rettet", "verbessert" und "schützt". Er tut dies fast mit Leichtigkeit, da ihm die nötigen Mittel im Überfluss zur Verfügung zu stehen scheinen.  Denn es scheint, als genüge das existenzielle Minimum, eine Grundbildung bereits um massiv zu helfen und zu verändern, da die Zustände in der Umgebung des Patenkinds so miserabel sind. Dieses Handeln bezeichnet man als "White Saviorism".
 Dass gut gemeintes Handeln nicht immer gut ist, zeigt der Fall der im Januar 2020 in Uganda vor Gericht geht.  Die Amerikanerin Renee Bach reiste erstmals 2007 im Alter von 18 Jahren nach Uganda.  Sie beschloss in der Stadt Jinja die religiöse NGO „Serving His Children“ zu gründen. Die Organisation hat sich unter anderem die Bekämpfung von Mangelernährung zum Ziel gesetzt. Zwei Mütter klagten gegen Bach, da sie ohne Ausbildung als Ärztin praktiziert habe und verantwortlich für den Tod der beiden Kinder der Mütter gemacht wird.  In „armen Schwarzen Gemeinden“ ein gutes Werk zu vollbringen und dabei keine wirklich hilfreichen Qualifikationen zu besitzen, wie beispielsweise eine medizinische Ausbildung oder sich  mit der Kultur des Landes auszukennen definiert das typische Handeln eines "Weißen Retters". Außerdem präsentiert sich jener oftmals in den sozialen Netzwerken auf Fotos mit „armen Schwarzen Kindern“ als Held. Tatsächlich bewegen tut das nichts. Die Wurzeln von der Ungleichheit wie zum Beispiel Korrupte Staatssysteme, Lobbyeinfluss anderer Länder, fehlende Industrialisierung und auch das rassistische Klassendenken werden nicht berührt, ja sogar weiter etabliert.

Durch die brutale Ermordung George Floyds erlangen Bewegungen wie BLM (Black Lives Matter) große Aufmerksamkeit und Zuspruch. Dieses Momentum jetzt zu nutzen ist wichtig um grundlegende internationale Veränderungen gen der Gleichberechtigung aller zu schaffen. Diese darf nicht nur vom  Gesetz bestimmt sein sondern muss vor allem durch eine Veränderung sozialer Strukturen herbeigeführt werden. Ich persönlich finde mich in dieser Situation in einem Dilemma wieder. Wie kann ich solidarisch sein, Empathie zeigen und etwas mitbewirken, wobei ich ja weiß bin? Ein einzelnes schwarzes Bild mit dem Hashtag #blackouttuesday bringt demnach meiner Meinung nach nichts, hat sogar einen Hype ähnlichen Charakter an sich. Damit ist noch lange nichts verändert und es scheint, als würde dadurch ein Häkchen an die To Do Liste gesetzt werden sich "beteiligt" zu haben. Können die Sozialen Netzwerke in solchen Zeiten überhaupt helfen?
Ich persönlich habe eine sehr ambivalente Meinung darüber. Das Video von George Floyd verbildlicht Polizeigewalt gegenüber Afroamerikanern auf einer brutalen, direkten Art. Gleichzeitig können Betroffene durch das ständige Wiederansehen des Videos getriggert werden und der Afroamerikaner an sich steht wieder nur als ein "Objekt" weißer Gewalt und nicht als vollwertiges, wertvolles Menschenleben dar. Das Verwenden von Hashtags ist nur dann hilfreich, wenn es gut organisiert und geplant ist. So führten Misskommunikationen am "Blackouttuesday" dazu, dass unter dem Hashtag "Blacklivesmatter" gepostet wurde, welches lediglich zum Verbreiten von Nachrichten bezüglich der Polizeigewalt oder Protesten genutzt werden sollte. Der Nachrichtenfluss wurde daher erheblich behindert. Effektiver wäre es, unter Hashtags zu posten, welche die Gegenseite verwendet, um beispielsweise deren Nachrichtenfluss stillzulegen.
Abgesehen von den Sozialen Netzwerken ist es natürlich auch viel wichtiger tatsächlich antirassistisch zu leben. Das bedeutet also, nicht einfach nur gegen Rassismus zu sein, sondern aktiv dagegen zu Handeln. Die große Aufmerksamkeit ist gut, darf aber kein Trend sein, denn Trends sind temporär und Rassistische Problematik kann nicht temporär sondern muss längerfristig gelöst werden. Die Wurzeln von Rassismus liegen tief verankert in unseren Systemen und erfordern daher grundlegende Änderungen. In Amerika spielt dabei z.B. eine tragende Rolle das Gefängnissystem.Ein disproportionaler Anteil der Gefangenen besteht aus Afro-Amerikanern, vor allem wenn es um kleine Delikte und Wiederholungstäter geht. (Filmempfehlung: The 13th). 
Abschließen möchte ich diesen Eintrag mit einem Zitat von Martin Luther King Jr.:
“The time is always right to do what is right.”















Mittwoch, 13. Mai 2020

Corona- ein globaler IQ Test?

Momentan gehen tausende Menschen weltweit auf die Straße, um gegen die Corona- Maßnahmen zu protestieren. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Milieus, doch es scheint Charakteristika zu geben, die sie alle verbinden: einfache Erklärungen und klare Feindbilder. In Stuttgart sowie zahlreichen anderen Städten deutschlandweit haben vergangenes Wochenende  große Demonstrationen stattgefunden, bei denen besonders Verschwörungstheorien von Rednern vorgetragen wurden. Obwohl die Politik viele Maßnahmen gegen die Pandemie wieder aufhebt, war auf Plakaten von einer "Corona-Diktatur" zu lesen, ein Redner in Stuttgart brachte die derzeitigen Einschränkungen mit der Machtergreifung Adolf Hitlers in Verbindung. Auch Begriffe, wie ein "Merkel-Regime" sind wiederholt gefallen, so ein Bericht der ARD.

Die Komplexität der Pandemie wird größtenteils ignoriert, Sündenböcke sollen für die derzeitige weltweite Krise verantwortlich sein. Allerdings sind die Behauptungen zu Corona sehr widersprüchlich: So heißt es einerseits oft, das Virus sei in Laboren als biologische Waffe gezüchtet worden, um die Menschheit zu knechten; andererseits ist von einem Corona-Schwindel die Rede, demzufolge Covid-19 nicht gefährlicher sei als die Grippe. Diese irrationalen Erklärungsmuster spinnen sich zu Verschwörungstheorien, die dann durch die Medien enorm polarisiert und verbreitet werden. Die sozialen Medien sind hier keinsten falls zu unterschätzen, da mithilfe von Bots Posts tausendfach wieder gepostet werden und in den Filterblasen anderer verhäuft Aufmerksamkeit finden.

Daraus ergibt sich auch ein Erklärungsansatz dazu, wieso zunehmend die rechte Szene Anlauf in den Corona-Protesten sucht und die Bühne für sich nutzt. Verschwörungstheorien, nach denen Migranten den Virus übertragen, finden in Zeiten von globaler Ungewissheit und Unsicherheit größeren Anklang in breiterer Masse, nicht nur rechts.  Experten meinen, die massiven psychischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie führten zu Frustrationen, Verunsicherungen und Protesten. Menschen suchen demnach nach Antworten, die die Politik offenbar nicht für alle befriedigend und verständlich liefert. Gerade daher schlagen einfache Verschwörungstheorien, egal wie unlogisch sie auch sein mögen, an. Besonders dann, wenn es Sündenböcke gibt: die Regierung, Ausländer, Bill Gates, politisch anders gesinnte. Begriffe wie Demokratie, Liberalismus und Rechte werden außerhalb ihres Kontextes missbraucht. Es wird im Namen der Grundsätze unserer heutigen Demokratie demonstriert, wenngleich Risikogruppen gefährdet werden und Lügen verbreitet werden. Das destabilisiert die Demokratie enorm. Der pandemische Populismus betreibt reißerische Propaganda und mobilisieren vor allem rechte Gruppierungen. Dabei wird nach Emotion und nicht Logik argumentiert; das was sich richtig "anfühlt", wird geglaubt. Der Begriff der "Freiheit" wird hier auch missverstanden. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Nicht nur meine, sondern auch deine. Mein Handeln darf dich nicht negativ beeinflussen und anders herum. Gehe ich ohne Berücksichtigung jeglicher Schutzmaßnahmen auf die Straße und lebe meine "Freiheit" aus, so gefährdest du damit das Umfeld, deren Menschenwürde.

Lasst uns in Zeiten wie diesen also besonders darüber nachdenken, was wir tun. Lasst uns besonders an unsere Mitmenschen denken. Lasst uns die Zeit zwar gemeinsam, aber in Achtsamkeit durchstehen.

Bleibt gesund, behalten Abstand und euren Verstand.




Samstag, 18. April 2020

Kapitalismus und das heteronormative Geschlechterverhältnis

Seit Beginn des Kapitalismus haben sich die Geschlechterverhältnisse weiter manifestiert. Das findet seine Begründung unter anderem darin, dass das Geschlecht als heteronormativ gefasst wird, also einer selbstverständlichen, dualen Einteilung von Frau und Mann. Diese grundlegende Einteilung von Menschen bildet die Grundlage für Ungleichbehandlungen, da die Unterteilung in Lebens- und Arbeitsverhältnisse durch ihre Natürlichkeit begründet wird, welche konstruierter nicht sein könnte. So werden von Anfang an Frauen und Männern kategorisch gegensätzliche Attribute zugeschrieben,  beginnend bei Leistungsschwäche bzw. -stärke, Empathie bis hin zu Teamfähigkeit.
Weibliche Arbeitsbereiche, die den Mehrwert für die Gesellschaft produzieren,  stehen hier männlichen Arbeitsbereichen gegenüber, welche den männlichen "Wert" prägen. Diese Verhältnisse hat der Kapitalismus nicht geschaffen, jedoch durch seine Verschränkung der wechselseitige (Re-) Produktion von Geschlechterverhältnissen verändert und geprägt. 

Die neoliberale Ausprägung des Kapitalismus führt dazu, dass Frauen aufgrund der ihnen zugeschriebenen Eigenschaften eher eingestellt werden können. Ein Beispiel dafür wäre der Bereich der Pflege und Erziehung. In diesem Bereich arbeiten mehrheitlich Frauen, jedoch unter der Führungsposition eines Mannes. Die Bezahlung ist in diesem Sektor geringer, als in den meisten anderen, vor allem männlich geprägten, Sektoren wie Industrie. Die Bezahlung von Frauen ist selbst bei mehrheitlich von Frauen ausgeübten Tätigkeiten also geringer als die von Männern. Dies verdeutlicht ganz offensichtlich die patriarchal- bzw. asymetrisch- vergeschlechtlichte Gesellschaft. 
https://de.statista.com/infografik/21138/entwicklung-des-gender-pay-gap-in-deutschland/ 
In Zahlen spiegelt sich dies in der sogenannten Gender Pay Gap wider. Diese beschreibt das geschlechterspeziefische Lohngefälle des Bruttolohns zwischen Männern und Frauen. Hierbei muss zwischen der bereinigten und unbereinigten Pay Gap unterschieden werden. Beim  unbereinigten GPG wird die Differenz zwischen den durchschnittlichen Bruttoverdiensten von Frauen und Männern gebildet. Dabei fließen in die Berechnung auch Faktoren ein, die auch die Verdienste von Arbeitnehmern in (Alters-)Teilzeit, von geringfügig Beschäftigten sowie Auszubildenden und Praktikanten mit ein. Auf lohndeterminierende Faktoren wird also keine Rücksicht genommen. Dieser GPG liegt in Deutschland bei rund 21%. Der bereinigte GPG stellt das Bruttoeinkommen von  Frauen und Männer in ein Verhältnis, welche vergleichbare Berufe ausüben bzw. vergleichbare Eigenschaften teilen. Der bereinigte GPG beträgt ca. 2–7 %. Dies bedeutet, dass im Durchschnitt Frauen unter der Voraussetzung vergleichbarer Tätigkeit und gleicher Qualifikation pro Stunde 2–7 % weniger als Männer verdienten. 
Woher kommt dieser unbegründete Unterschied, der von uns als so selbstverständlich angenommen wird?
https://www.slideserve.com/arnaud/dr-jana-r-ckert-john  
Ein Teil rührt von der Sozialisierung her. Im Prozess der Sozialisation lernen  wir die Codes, mit denen wir unser Geschlecht richtig darstellen und das Geschlecht anderer erkennen können – hier sprechen wir von doing gender. Für diese interaktive Hervorbringung von Geschlecht steht eine breite Palette kulturell bedeutsamer Hinweise zur Verfügung: Namen, Kleidung, Stimmlage, Gestik, Mimik, Körperhaltung und Verhaltensweise, deren Bedeutung und Anwendung wir in Prozessen der Sozialisation einüben. Der Code, der diesen Bedeutungen zugrunde liegt, lässt sich als zumeist unhinterfragbare kulturelle Grundgewissheit verstehen, dass es zwei und nur zwei Geschlechter gibt und dass jeder Mensch einer dieser beiden Kategorien sein Leben lang angehört.
 Dabei finden auch Klischees zu ihrer vollen Blüte: "Frauen und Technik", "Jungen können Mathe besser", "Jungen weinen nicht" und und und. Auf die Arbeitswelt übertragen implementiert sich daraus auch ganz banal folgende Verteilung: der Mann arbeitet, die Frau bleibt zuhause für den Haushalt und die Erziehung. Selbst im 21. Jahrhundert, in dem dieses Rollenbild als veraltet gilt, zeigen Mängel im System, wie schwierig bis unmöglich es einer Frau ist, losgelöst von dem manifestierten Bild in der Arbeitswelt gleichwertig behandelt zu werden. Entschließt sich eine Frau dazu eine Familie zu gründen, so ist das einer Sisyphusarbeit gleichzusetzen: Wie lange gehe ich in Elternzeit? Gehe ich nur kurz, bin ich eine Rabenmutter und bleibe ich lange, habe ich den Karriereaufstieg verpasst. Und was passiert mit dem anderen Elternteil? Wird dieses nun völlig aus dem Familienleben ausgeschlossen, weil es auf die Arbeit angewiesen ist? Ist das ein gerechtes System? Und wieso ist es immer noch ein solches Tabu über Geld und Einkommen zu sprechen? Dieses Verschweigen kommt letztlich nur dem Arbeitgeber zugute und löst Ungleichheiten nicht, sondern untermauert sie sogar. Es ist daher essenziell als Arbeitnehmer über seinen eigenen Wert zu wissen und sich auszutauschen mit Kolleg*innen. Nur dadurch kann auf Fehler aufmerksam gemacht werden und ein Umbruch stattfinden. 

 Die Jagd nach Mehrwert ist der zentrale Antrieb einer privatkapitalistischen Wirtschaft. Erlahmt sie, aus welchen Gründen auch immer, verliert das System an Stabilität. Der Kapitalismus wächst oder er ist in der Krise. Dazwischen gibt es nichts. Wachstum im neoliberalen Kapitalismus wird repulsiv und bedeutet keineswegs mehr Wohlstand für alle. Es befördert gesellschaftliche Spaltung, indem es die Vermögen der Reichen mehrt und zugleich immer mehr Menschen in prekäre Lebenslagen abdrängt. Und es nimmt die Natur in einem Maße in Anspruch, das ihre Regenerationsfähigkeit überfordert. Man bedenke die Klimakrise. 

Letztlich möchte ich noch auf unsere aktuelle Lage eingehen, da die Corona Krise ein Bilderbuchbeispiel für dieses ungleiche System ist. Die aktuelle Corona Krise, die ja alle treffe, trifft manche eben doch härter als andere. Was passiert mit alleinerziehenden Elternteilen, die alleine zuständig für die finanzielle Absicherung sind? Und wieso wird erst jetzt den systemrelevanten Berufen Aufmerksamkeit und Solidarität gezollt, da ihre Dringlichkeit in einem heruntergefahrenen Staat so unübersehbar ist? Jene Berufe die hauptsächlich von Frauen getragen werden; jene Berufe, die unverhältnismäßig weniger bezahlt bekommen. Diese Personen arbeiten jetzt über jegliche Maßen hinaus unter unglaublichen Bedingungen. Vielleicht rüttelt die Krise uns auch diesbezüglich auf. Geschlechter haben keine Wichtigkeit während der Ausübung einer Arbeit. Wichtigkeit hat die Qualifikation und Qualität der Arbeit. Der profitorientierte Kapitalismus zeigt Lücken im Sozialstaat auf, die gerade jetzt nicht mehr zu übersehen sind. Wichtig sind daher Reformen und Veränderungen hingegen eines Infrastruktursozialismus. Es müssen Maßnahmen in Kraft treten, die das Gesundheitswesen aus dem Markt zieht und Großunternehmen dazu verpflichtet, ihre wirtschaftliche Tätigkeit stärker auf das Allgemeinwohl anzupassen. 

Ich bedanke mich für die Zeit, die Du dir zum Lesen genommen hast. 



Freitag, 17. April 2020

Das Zukunftskonzept der Ernährung

2050 sollen etwa 10 Milliarden Menschen auf unserem Planeten Leben. Häufig wird in diesem Zusammenhang der Begriff der Überbevölkerung sowie Ressourcen Knappheit gebracht. Aktuell leben etwa 7,8 Milliarden Menschen auf der Erde und schon jetzt scheint es, als ob eine gleiche Verteilung von Ressourcen und Rohstoffen nicht gegeben ist. Das ist kein Geheimnis, doch trotzdem scheint es keine Veränderung in unserer Gesellschaft zu geben. Niemand will auf Privilegien und den erreichten Lebensstandard verzichten und Veränderungen werden automatisch mit Negativem assoziiert. Doch ist das so? Und um auf die wachsende Weltbevölkerung zurückzukommen, bedeutet eine gleichwertige Ernährung aller gezwungener Maßen das Zurückschrauben des eigenen Standards und wenn nicht, wie dann soll die Menschheit 2050 und auch schon jetzt ernährt werden?

Die Antwort lautet rein pflanzlich. Jetzt mag der ein oder andere sagen, dass man aus der pflanzlichen Ernährung nicht alle lebensnotwendigen Mineralien, Nährstoffe oder Vitamine ziehen kann. Oder dass der Kreislauf des Lebens eben der sei, dass Lebewesen sich gegenseitig essen. Wieso darf der Löwe die Antilope essen und wir sollten das nicht? Um den Lösungsvorschlag zu erläutern gibt es zwei große Bereiche, die Angesprochen werden müssen: den moralischen Bereich und den wissenschaftlichen Bereich.
Anfangen möchte ich mit Letzterem. Die World Health Organisation hat im Jahre 2016 eine Statistik veröffentlicht, die die häufigsten Gründe für das Sterben auflistet (siehe rechts). Hier sind allen voran Herzerkrankungen gefolgt von Schlaganfällen. Seit bereits mehr als zwei Jahrzehnten ist der Wissenschaft bekannt, dass chronische Erkrankungen wie diese zum größten Teil nicht auf die Genetik zurück zu führen sind, sondern auf unserer Lebensweise, sprich unserem Lebensmittelverhalten basieren. Durch unsere Ernährungsweise können wir diese und andere Krankheiten, wie Typ 2- Diabetes, Bluthochdruck, gewisse Krebserkrankungen oder Adipositas, vorbeugen und sogar rückgängig machen. Dies veröffentlicht die weltweit größte Ernährungsfachgesellschaft der "Academy of Nutrition and Dietetics" aus Amerika. Es ist außerdem wissenschaftlich bewiesen, dass wir in jeder Lebensphase eine gesunde und ausgewogene Ernährung haben können, die lediglich auf Pflanzen beruht. Wir haben also die Entscheidung über unsere Gesundheit nicht gänzlich, aber zum großen Teil selbst in der Hand.
Bekommen wir aber nun überhaupt alle Nährstoffe aus Pflanzen? Omega-3 -Fettsäuren sind doch nur im Fisch, die wichtigen Mineralien erhalten wir über rotes Fleisch und Vitamin B 12 findet man nur in Leber und Muskelzellen. Nun das ist alles falsch. Alles was gerade genannt wurde können wir über  Tiere zu uns nehmen, sie dienen hier jedoch nur als ein Dritter und Teil einer Nahrungskette. Der Fisch isst die Alge, in der Omega-3-Fettsäuren synthetisiert werden, wir essen den Fisch. Die Mineralien aus der Erde werden in die Pflanzen weitergegeben, die dann zum Beispiel die Kuh isst. Und Vitamin B 12 wird von Mikroorganismen gebildet, nicht vom tierischen Organ selbst. Das veranschaulicht, dass tierische Produkte kein Monopol auf irgendeinen Nährstoff haben, sie fungieren lediglich als Zwischenspeicher beziehungsweise Umweg. Um nun 10 Milliarden oder 8 Milliarden Menschen nachhaltig und Ressourcen schonend ernähren zu können, müssen wir unten an der Nahrungskette ansetzen und nicht über Umwege gehen, das Tier also aus der Produktionskette herausnehmen.
So findet man Kalzium neben Kuhmilch unter anderem in grünem Blattgemüse, Nüssen, Samen, Pflanzendrinks und Kohlgewächsen; Protein nicht nur in Eiern, sondern z.B. in Hülsenfrüchten und Vollkorngetreide; Omega 3 nicht nur im Fisch sondern in Mikroalgen, Leinsamen, Chiasamen und Hanfsamen und Vitamin B 12 nicht nur in Innereien sondern in fermentierten Lebensmitteln oder Algen.

Des Weiteren hat unsere Ernährungsweise einen immensen Einfluss nicht nur auf uns selbst, sondern  auf unseren gesamten Planeten. Es entstehen nämlich mehr Treibhausgase aus der Nutztierhaltung, als innerhalb des gesamten Transportsektor zusammen. Das bedeutet, dass die Entscheidung darüber, was man isst oder nicht isst einen größeren Einfluss auf die Umwelt hat, als alle Schiffe, Flugzeuge und Autos zusammen. Das begründet nicht ein unüberlegtes Verhalten gegenüber Letzterem, verdeutlicht aber die Dringlichkeit darüber, wie wichtig es ist, über Ernährung zu sprechen.

Nun nachdem wir wissenschaftlich weitestgehend aufgeklärt sind mag man trotzdem noch sagen, dass das eine Stück Fleisch oder das Glas Milch die Gesundheit nicht dermaßen schädigen werden und man trotzdem nicht darauf verzichten möchte. Ich will mich also jetzt dem moralischen Aspekt nähern. Können wir es verantworten ein Lebewesen nur zu züchten und zu ziehen um es gegen seinen Willen zu schlachten? Fleisch zu essen gehört zur persönlichen Freiheit der Entscheidung. Jedoch ist jede Handlung die ich vornehme, bewusst. Kaufe ich mir ein Steak, dann entscheide ich mich bewusst dafür, dass ein Tier gegen seinen Willen geschlachtet wurde und das ist zwingend verbunden mit Schmerz und Leiden. Ich selbst möchte nicht bevormundet werden und frei sein in meinen Entscheidungen, ich nehme diese Freiheit aber dem Tier weg? Zusätzlich geben wir die bewusste Entscheidung des Tötens bewusst ab an Schlachter, um selbst nicht mit dem ausbeutenden, entwürdigenden Prozess konfrontiert werden zu müssen. Wir wollen das Tier also selbst nicht töten, sehen es aber als gerechtfertigt an, jemand anderen zu beauftragen dies für uns zu tun. Aber viele Existenzen hängen doch von Nutztierhaltung ab. Die Tiere werden doch gerade daher gezüchtet, dass sie letzten Endes geschlachtet werden können. Das Gesetz erlaubt dieses Handeln doch. Aber gleicht Legalität auch Moralität? Und ist eine Handlung gerechtfertigt, weil sie Tradition hat? Seit Jahrhunderten jagt der Mensch und konsumiert tierische Produkte. Rechtfertigen wir dann auch die Delphinjagd in Japan, das Walschlachten auf den Faröer Inseln, weil es ein kultureller Brauch ist? Und in einem größeren Zusammenhang, rechtfertigen wir die weibliche Genitalverstümmelung in manchen afrikanischen Ländern, weil es Tradition ist? Ist es also ein moralisches Handeln nur weil dies kulturell verankert ist? Nur weil wir etwas tun können, heißt es nicht, dass wir es tun sollten. Da wir biologisch nicht auf das Essen von tierischen Produkten angewiesen sind, müssen wir es auch nicht tun. Der Löwe hingegen ist kein Omnivore sondern ein Carnivore. Sein System ist darauf angewiesen Fleisch zu essen, um zu überleben. Und wieso würden wir uns generell nach einem wilden Tier richten, dessen Handlungen von der Gesellschaft insgesamt als grauenvoll und brutal beurteilt werden?
Okay, so weit so gut. Aber der Konsum von Fleisch ist doch Teil der Nahrungskette und des Kreis des Lebens. Jeder der geboren wird, stirbt. Und die natürliche Selektion erlaubt es Ökosystemen in Balance zu bleiben. Das ist ein natürlicher Prozess. Jedoch ist der Mästungs- und Schlachtungsprozess und das widernatürliche Züchten von Tieren anthropogen und keinesfalls Teil einer Nahrungskette. Wenn wir Kühe künstlich befruchten, um uns weiterhin Milch zu geben. Wenn wir männliche Kücken zerschreddern, weil sie unserer Nahrungskette ebenso wenig dienen wie männliche Milchkühe, die nach einem Zyklus ebenfalls geschlachtet werden. Wenn wir Antibiotika in die Nahrung der Tiere mischen und sie künstlich auf ein Maximum mästen. Wir beuten die Tiere aus, indem wir ihnen das nehmen, was sie auf natürliche Art für ihre Spezies produzieren. Wenn wir nun also alle aufhören tierische Produkte zu konsumieren, dann würde ja der ganze Bereich der Nutztierhaltung zusammenbrechen. Das stimmt. Doch beruht dieser Bereich auf ein System der Nachfrage und des Angebots. Es wäre also kein katastrophaler Einschnitt, sondern eine kleinschrittige Veränderung.
Wenn wir also vegetarisch essen, dann wird dem Tier ja kein Leid zugefügt, dann kann man doch immer noch Milch trinken oder Käse essen, oder? Wieder das Beispiel mit den männlichen Kücken. Sie dienen nicht der Eierproduktion und werden daher zerschreddert. Weiblichen Milchkühen wird das Kind innerhalb der ersten 24 Stunden weggenommen, um die Muttermilch für unseren Konsum zu nutzen. Also sind Milchprodukte und Eier irgendwie dasselbe wie Fleisch, vielleicht sogar schlimmer. Die Tiere leiden hier länger und werden schließlich trotzdem auf gleiche Weise getötet. Selbst wenn das Tier "human"geschlachtet wurde, geschieht dies gegen dessen Willen. Somit ist der Begriff des humanen Schlachtens ein Oxymoron, da Humanität für Wohlwollen und Barmherzigkeit steht und das Schlachten, auf egal welche Weise, diesen Prinzipien widerspricht.
Nach all diesen Argumenten kann man noch den Geschmack anführen. Fleisch schmeckt eben so gut. Was bedeutet dir aber mehr? Geschmack oder Leben? Den Geschmack wirst du für einige Minuten genießen können, das Leben ist jedoch für immer verloren gegangen.
Ich habe das geschrieben, da meine eigenen Wertvorstellungen meinen Handlungen oft widersprechen. In diesem Eintrag habe ich reflektiert und Lösungsansätze für mich versucht zu finden. Jeder ist sein eigener Herr. Keine Meinung sollte aufgezwungen werden, auch nicht diese. Jedoch liegt es mir sehr am Herzen, dass du, der du dir gerade diesen Eintrag durchgelesen hast, über dich selbst nachdenkst. Welche Werte willst du vertreten und was ist dir für dich und deine Zukunft wichtig?
Danke fürs Lesen.

Dienstag, 27. August 2019

Andalusia- Spain

Hey guys,
I spent the last two weeks in Spain, more exact in Rota, which is a smaller village located at the South- East beach promenade under Portugal. 

After a three hour flight we arrived at our hotel, which looked like a little castle and fit perfectly into the old town scenery. The first couple of days we didn't have a rented car yet, so we mostly just hung out at the beach all day and in the evening I even got the chance to windsurf! A funny thing I noticed about the Spanish people was, they'd all bring tons and tons of chairs, umbrellas, food and drinks to the beach and then built their own little get together, where they'd just sit in the shade and talk to the massive group they came with. This was pretty contrary to us, because we mostly just brought sunscreen and a towel and were pretty quiet. I have to admit, that it was pretty entertaining to watch tho. After my windsurfing lessons it was already 9pm when we were showered and ready to eat dinner so we thought we would be late and kitchens might already be closed, but that was the prime time! Most Spanish people didn't eat their dinner before 10 which is my bedtime..lol


The food was really great; clams, fish, squid and more and more seafood. As a matter of fact I habit eaten seafood ever since I came back because I ate SO much over there.
From Wednesday on we rented a car and took our first trip to Cadíz, a city we could see on the other side of the bay.  It is a typical Andalusian city with a wealth of attractive vistas and well- preserved historical landmarks. The older part of Cadíz within the remnants of the city walls is commonly referred to as the Old Town. Its characteristic narrow winding alleys connecting to large plazas are really contrary to the new areas of Cadíz with its wide venues and modern buildings. Plenty parks in the town have exotic plants, including giant trees which supposedly Columbus brought from the New World. 

Another trip we took was to Ronda, which is famous for its three bridges that span between the canyons. I liked Ronda the best, because it was located on several hills, all connected with these old bridges and its small streets and buildings were absolutely gorgeous. On our way there we stopped in Arcos de la Frontera, which has a beautiful old town, and is referred to as the "white city" because all the buildings are painted white.

The most famous city we went to was Sevilla, the capital of Andalusia. It has around 1.5 million inhabitants and its Old Town contains three UNESCO World Heritage Sites: the Alcázar palace compete, the Cathedral and the General Archive of the Indies. I personally liked the Cathedral the best, because it was so old and breathtaking. After its completion in the 16th century it was the largest cathedral ever built, and it still is the third largest. Inside there's the actual grave of Christopher Columbus and the Santa Maria. I noticed that believing and church is much more prioritized in Spain, as we attended a service inside that cathedral. It was really impressive itself and I totally recommend it, if you're ever close.
The other days we spent again at the beach (I have an actual tan now!!), eating ice cream, swimming and just enjoying our time. Now its almost time to go back to school, junior year is so close!!
I hope you guys are doing all well
Miss you tons
Clarabara



















Donnerstag, 1. August 2019

Amsterdam

Hello guys,
as promised I will try to keep this blog alive and now I finally have something to write about again. I spent the last couple of days in Amsterdam, a city located in the Netherlands. I left early Saturday morning with my friend and together we rode with the train. It took us a total of about six hours to get there, but I personally think taking a train is really relaxing and looking outside and watching the landscape was great too.
We arrived around lunchtime and took the bus to our Airbnb, where we met our temporary hosts. Our room was small, but very cute and right in front if a canal (there's over a thousand canals in Amsterdam). We then went downtown and immediately stopped to get the typical fries and stopped at a canal to eat them and enjoy the beautiful view and watch vivid hustle of the people. Later we went on a boat and had a canal tour, which I really enjoyed. The guide told us that most of Amsterdam was built in the 16th century, which explains the gorgeous old buildings. Amsterdam was originally only a damm built for the river Amstel. After a while people began to settle and e voila there you have Amsterdam.
For dinner we had maleisian food. The asian food culture is really big there, which I think is great.
On Sunday we went to the famous Van Gogh museum and the Rijksmuseum which is located right next to it. After that we felt kind of exhausted and got ourselves some cheese and bread and ate dinner at our hostel. We then went back into town to go to a reggae concert in a park. I really enjoyed it because I liked the music and the people were just vibing there and having a good time.
For dinner we ate Asian food again: this time it was Japanese Ramen... delicious.
Starting the next day we got lucky to get online tickets for the Anne Frank house. Anne Frank, a jewish girl, left hidden for almost three years while Nazi Germany ruled over the most part of Europe and systematically killed all the jews, because they thought only Germans were superior and had the right to rule and do whatever they wanted (social Darwinism). Im really interested in history and seeing that house together with the small movies of the only survivor her dad Otto Frank was an incredible experience.
To get our mind off we went and strolled through vintage shops and flower markets. On our last day we decided to get out of the hustle and bustle of the city and took the train to the nearby beach Zaanvort. Even though it was really packed we found a quiet spot and relaxed for the day. For dinner we had some pretty authentic Mexican food.
And that was it.. we drove back home the next day,  a little sad that it was over already but I know for sure that it wasn't the last time!







Erster Post

Das zweite Geschlecht (The Second Sex)

Vor 70 Jahren veröffentlichte die französische Schriftstellerin und Philosophin Simone de Beauvoir ihre Schrift "Le Deuxième Sexe"...